Glossar
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Editor

Programm zur Bearbeitung des Inhalts von Dateien.
Editoren können in unterschiedlichen Formen auftreten. So gibt es sehr einfache Texteditoren (wie den Windows Editor "Notepad"), mit denen Dateien verändert werden können, die Klartext enthalten. Daneben gibt es spezialisierte Werkzeuge für alle denkbaren Anwendungsfälle. So existieren beispielsweise auch Audioeditoren, mit denen sich Tondateien bearbeiten lassen.

eDonkey

Name einer bekannten Tauschbörse und des dazugehörigen Netzwerks. Bei diesen Tauschbörsen spricht man auch vom Filesharing (engl. File = Datei, to share = teilen).
Die Benutzer dieses Netzwerkes müssen sich auf ihrem Computer die eDonkey-Software installieren, bevor sie die Dienste nutzen können. Anschließend können Sie von den Computern anderer Benutzer Software herunterladen. Dabei verbinden sich die Computer mit einem zentralen Server, der einen Index darüber führt, wer momentan welche Daten zum Herunterladen freigegeben hat.
Die heute bekanntere Software zur Nutzung des eDonkey-Netzwerkes ist eMule.

Eingabeaufforderung

Eingabeaufforderung Die Kommandozeile von MS-DOS. Bevor es Windows Betriebssysteme gab, vertrieb Microsoft in erster Linie das Betriebssystem MS-DOS (DOS = Disk Operating System). Dieses besaß keine eigene grafische Oberfläche, sondern wurde über die Eingabe von Befehlen auf einer Kommandozeile gesteuert.
Die Eingabeaufforderung gibt es noch heute unter Windows. Allerdings läuft hier kein wirklich MS-DOS mehr, sondern nur noch eine so genannte Emulation, eine Nachbildung. Trotzdem kann man diese bedienen wie ein voll funktionsfähiges MS-DOS, wenngleich nicht mehr alle für MS-DOS entwickelten Programme lauffähig sind.
Unter anderen Betriebssystemen wie UNIX ist die Kommandozeile immer noch die Standardschnittstelle zwischen dem Computer und dem Benutzer, obwohl es für UNIX und unixähnliche Systeme seit langem grafische Oberflächen gibt.
Der Vorteil der Eingabeaufforderung sind die genaueren Steuermöglichkeiten beim Aufruf von Programmen. So können einem Programm beim Aufruf verschiedene Parameter übergeben werden, die dann den Programmablauf beeinflussen.
Unter Windows wird die Eingabeaufforderung aufgerufen, indem im Startmenü der Punkt "Ausführen" gewählt, dort der Befehl "cmd" eingegeben und die Eingabetaste gedrückt wird. Der Punkt "Start -> Ausführen" lässt sich ebenfalls ?ber die Tastenkombination "WINDOWS+R" aufrufen.

Eingabefeld

Element einer grafischen Benutzeroberfläche. Ein Eingabefeld kann von einer Webseite oder einer Anwendung angeboten werden und fordert den Benutzer auf, einen Wert über die Tastatur einzugeben, der dann weiterverarbeitet werden kann. Eingabefelder finden sich z.B. in EMailprogrammen (Betreff, Adresse), in Browsern (Adresszeile) und auf Webseiten (Kontaktformulare).

Eingabemaske

Auch Bildschirmmaske genannt.

Bezeichnung für eine Darstellungsform von Daten auf dem Computerbildschirm. Dabei werden die Daten strukturiert und meist in einzelnen Feldern dem Benutzer angezeigt. Auf die gleiche Weise können Daten eingegeben werden, indem der Benutzer die zu speichernden oder zu verarbeitenden Daten in einzelne Eingabefelder in der Maske einträgt. Eine heute üblichere Bezeichnung für "Maske" ist der Begriff "Formular".

EMail

Ein Dienst eines Netzwerks, z.B. des Internets.

Als "Email" werden briefartige Nachrichten bezeichnet, die auf elektronischem Wege über ein Netzwerk transportiert werden.
Im Internet wird Email noch vor dem World Wide Web als wichtigster Dienst angesehen.

Die erste EMail wurde bereits 1971 versendet. In Deutschland wurde die erste EMail im August 1984 empfangen.
Im Jahre 2010 wurden weltweit merh als 1000 Milliarden EMails versendet, wobei der Anteil unerwünschter Werbeemails ("Spam") bei knapp 90 Prozent lag.

EMailadresse

Eine für eine Domain eindeutige Adresse zur Zustellung von elektronischen Nachrichten.
Eine EMailadresse besteht stets aus einem lokalen Teil, dem @-Zeichen und der Domain.

Beispiel:
kw@sides.de

Dabei stellt "kw" den lokalen Teil der EMailadresse dar. Dieser Teil ist innerhalb der Domain "sides.de" nur ein einziges Mal vergeben und dient dazu, eine eingehende elektronische Nachricht an den passenden Empfänger zu senden.

Im lokalen Teil dürfen übrigens alle Zeichen vorkommen, die folgende Bedingungen erfüllen:

a bis z
A bis Z
0 bis 9
sowie die Zeichen .!#$%&'*+-/=?^_`{|}~

Leider wird oft davon ausgegangen, dass im lokalen Teil lediglich der Punkt, der Binde- und der Unterstrich erlaubt seien. Da jedoch die Mehrzahl der EMailadressen so aufgebaut ist, sollte man - auch in Hinblick auf eventuelle Prüfmechanismen in EMailformularen auf Webseiten - diese Methode beibehalten.

EMailanbieter

Im World Wide Web gibt es verschiedene Organisationen und Unternehmen, die unentgeldlich jedem Benutzer eine EMailadresse mit entsprechendem Speicherplatz zur Verfügung stellen. Gegen eine geringe Gebühr können dann oftmals weitere Angebote genutzt werden.

Entsprechende Dienste bieten zum Beispiel GMX, Yahoo oder Web.de an.

EMailanhang

Bezeichnung für Daten, die nicht zur eigentlichen EMail selbst gehören, sondern vielmehr an diese angefügt sind.

Nahezu jede Form von Datei lässt sich im Anhang einer EMailnachricht versenden. Sehr häufig sind dies im geschäftlichen Umfeld PDF-Dateien, Word-Dokumente und gepackte Archivdateien, wie z.B. ZIP-Dateien. Manche Anbieter von EMaildiensten begrenzen die Größe oder den Typ der EMailanhänge, so dass etwa keine gepackten oder keine ausführbaren Dateien (".exe") versendet werden können.

Vor allem EMailwürmer nutzen die Technik des EMailanhangs zu ihrer Verbreitung.

EMailbug

Auch als Webbug bekannte Angriffsform. Bei einem EMailbug wird in eine HTML-EMail ein Verweis auf eine kleine, oft transparente Grafik eingebunden, die beim Aufruf der EMail von einem externen Computer über das Netzwerk (z.B. das Internet) geladen wird. Durch den Abruf der Grafik von einem anderen Rechner können Dritte feststellen, ob eine präparierte EMail geöffnet wurde. Denkbar ist auch, statt einer Grafik schadhaften Skriptcode nachzuladen, der beim Betrachten der EMail zur Ausführung kommt, sofern das verwendete EMailprogramm eine entsprechende Sicherheitslücke aufweist und den schadhaften Code ausführen kann. Obwohl es sich beim Webbug bzw. EMailbug um eine sehr primitive Form der Spionage handelt, sind nicht alle EMailprogramme in der Lage, dies zu blockieren.

EMailkonto

In einem EMailprogramm eingerichteter Zugang zum Computer des EMaildiensteanbieters.

In der in der Regel beinhaltet das EMailkonto Einstellungen wie den Namen des EMailservers, der die eingehenden und ausgehenden EMails verwaltet, die abzufragende EMailadresse sowie den Benutzernamen und das Passwort für die entsprechende EMailadresse beim Anbieter des Dienstes.
Der Benutzername kann die EMailadresse oder der lokale Teil (vor dem @) der Emailadresse sein.

EMailprogramm

Programm zum Empfangen, Schreiben, Senden und Verwalten von elektronischen Nachrichten (EMails).

Bekannte Programme dieser Kategorie sind Microsoft Outlook und das freie Programm Mozilla Thunderbird.

EMailserver

Computer, der einen Emaildienst anbietet.
Auf diesem Computer werden eingegangene Nachrichten aufbewahrt. Ebenso werden von den Benutzern geschriebene Nachrichten über einen Emailserver versendet.

Vorwiegend benutztes Protokoll beim Versand von Emails ist das SMTP, beim Empfang ist die vor allem das POP3-Protokoll.

EMailwurm

Bezeichnung für eine Schadsoftware, die sich im Anhang von EMails weiterverbreitet.

Bei EMailwürmern handelt es sich streng genommen nicht um Würmer, da ein "echter" Wurm sich normalerweise selbständig über Netzwerkverbindungen ausbreitet. Bei den EMailwürmern handelt es sich vielmehr um so genannte "Social Engineering Attacks", also um Angriffe, bei denen der Benutzer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu gebracht werden soll, den vermeintlich harmlosen EMailanhang zu öffnen und dadurch die Schadsoftware zu aktivieren.

eMule

Ein neueres Programm zur Nutzung des eDonkey-Tauschbörsennetzwerks.

Aus Unzufriedenheit mit der herkömmlichen eDonkey-Software wurde eMule als Open-Source-Software entwickelt und dieser einige zusätzliche Funktionen hinzugefügt.

Erkennungsrate

Wert, der angibt, welchen Prozentsatz von vorgegebenen Schadprogrammen ein Antivirenprogramm zu finden in der Lage ist. Bauartbedingt liegt dieser Wert stets unterhalb von 100%, da zum Beispiel aktuellste Schädlinge kaum erkannt werden können, da dem Antivirenprogramm die dazu benötigten Signaturen fehlen.

Ebenso können Antivirenprogramme in der Regel wenig verbreitete Schädlinge nicht erkennen, da diese oftmals den Herstellern der Software nicht bekannt sind und so keine Signaturen für diese Schädlinge bereitgestellt werden können.

EXE

Eine Dateierweiterung
(engl. executable = ausführbar).

Auf Windows-Betriebssystemen steht sie stets für ausführbare Dateien, also Programmdateien.