Glossar
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ActiveScripting

Von Microsoft verwendete Bezeichnung für alles, was mit den Programmiersprachen JScript und Visual Basic Script zu tun hat.
Da diese Technologie oftmals für Angriffe aus dem Internet, insbesondere für die Installation von Schadsoftware über Webseiten verwendet wird, kann nur empfohlen werden, diese Funktion im Internet Explorer generell abzuschalten und nur für ausgewählte Webseiten freizugeben.

ActiveX

Bezeichnung für ein von Microsoft entwickeltes Modell für die Erstellung von Softwarekomponenten, welches es nur für das Betriebssystem Windows gibt.

ActiveX dient dabei der Freigabe von Daten zwischen verschiedenen Anwendungen und einer leichteren Bereitstellung beliebiger multimedialer Inhalte (wie Video- und Tondaten) auf Webseiten.
Problematisch bei ActiveX ist die Tatsache, dass diese Komponenten vollen Zugriff auf das System, also auch auf die Datenträger zulassen, was beispielsweise bei der manuellen Aktualisierung von Windows ("Windows Update") unerlässlich ist. Deswegen ist der Einsatz der ActiveX-Technologie im Internet Explorer nicht unumstritten, da eine Reihe von Sicherheitslücken in der Vergangenheit auf fehlerhaft entwickelten ActiveX-Komponenten beruhten.

Administrator

Verwalter eines technischen Systems.

Im Bereich der Computertechnik ist der Administrator ein besonderer Benutzer mit erweiterten Berechtigungen. Auf einem mit Microsoft Windows betriebenen Computer existiert immer auch ein Benutzer mit der Bezeichnung "Administrator", der auf dem betreffenden System umfassende Berechtigungen besitzt. Auf anderen Betriebssystemen wie Linux oder UNIX heisst der entsprechende Benutzer "root".

Auch im Internet gibt es Administratoren, oder kurz "Admins". In Diskussionsforen haben Administratoren beispielsweise das Recht, beliebige Beiträge zu entfernen oder zu verändern, wenn diese strafrechtlich relevant oder mit den Vorgaben des Betreibers unvereinbar sind.

Im Allgemeinen haben Administratoren die Aufgabe, die Einhaltung der Benutzungsrichtlinien für ein System sicherzustellen und für den reibungslosen Betrieb eines Systems zu sorgen.

Administratorkonto

Ein spezieller Zugang zu einem Computersystem, der mit besonderen Berechtigungen verbunden ist. Wie bei allen Benutzerkonten muss sich der Benutzer, in diesem Falle der Administrator, vor der Benutzung des Computers durch die Eingabe seines Passwortes am System anmelden.

Auf einem Windows-System hat der Administrator die höchstmöglichen Rechte aller Benutzer.


Adobe Reader

Acrobat ReaderComputerprogramm der Firma Adobe Systems zum Betrachten von Dateien im PDF-Format.
Das heute Adobe Reader genannte Programm kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden, was zu einer überaus großen Verbreitung des PDF-Formats beigetragen hat.
Das kommerzielle Gegenstück von Adobe zum Adobe Reader ist Adobe Acrobat, mit dem PDF-Dokumente erstellt werden können.

Die Bedeutung des Adobe Readers hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Laut Angaben der Firma Adobe ist der Adobe Reader eines der am häufigsten installierten Programme der Welt.
Dies ist vor allem dadurch zu erklären, dass viele Hersteller teilweise keine gedruckten Handbücher mehr herstellen, sondern die Anleitung für das jeweilige Produkt auf einer beiliegenden CD-ROM im PDF-Format mitliefern.

Adressbuch

Entweder als Teil eines Anwendungsprogramms (meist des EMailprogramms) oder als eigenständige Anwendung realisierte Möglichkeit, Kontaktadressen zentral zu speichern. Das Adressbuch ermöglicht die Erfassung von personenbezogenen Daten wie postalische Adresse, Telefonnummer und EMailadresse und einen schnellen Zugriff darauf. Dazu bieten nahezu alle Formen von Adressbüchern eine spezielle Suchfunktion an, mit welcher gezielt nach einer Adresse gesucht werden kann.
Das Adressbuch des EMailprogramms Microsoft Outlook diente (und dient) Schadsoftware häufig dazu, EMailadressen ausfindig zu machen, an die diese sich dann selbst versendete.

Adresszeile

Adresszeile Allgemeine Bezeichnung für das Eingabefeld in einem Browser, in welches die aufzurufende Internetadresse eingetragen wird. Die Adresszeile befindet sich bei nahezu allen Browsern oben im Programmfenster.

Agobot

Schadsoftware, die auch unter den Namen Gaobot oder Phatbot bekannt ist.

Die zahlreichen Varianten des Agobot verbreiten sich ausschließlich über Netzwerke. Eine Hauptschadfunktion von Agobot ist das Bereitstellen einer Backdoor, die es Dritten ermöglicht, auf ein befallenes Computersystem zuzugreifen. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Schadfunktionen. Die wichtigsten sind:
  • Herunterladen und installieren von weiterer Schadsoftware
  • Suche nach angreifbaren Computersystemen in den verbundenen Netzwerken und installieren von Agobot
  • Umwandlung des befallenen Computersystems in ein Relaissystem zur Versendung von Spam oder der Durchführung von Angriffen auf andere Computer
  • Stehlen der Lizenzschlüssel von auf dem befallenen Computersystem installierten Computerspielen
Einzelne Varianten von Agobot versuchen auf dem befallenen Computersystem bereits aktive Schadsoftware zu beenden. Als kritisch wird die Tatsache angesehen, dass der Quelltext des Agobot in der Vergangenheit öffentlich im World Wide Web zugänglich war, so dass sich Agobot zum Wurm mit den meisten bekannten Varianten entwickelte.

Anfrage

Im weiteren Sinne das Senden von Daten an ein Computersystem. Eine Anfrage dient meist einem bestimmten Zweck, wie etwa dem Anfordern von Daten aus dem World Wide Web (über die Eingabe einer Internetadresse in die Adressleiste des Browsers) oder der Überprüfung der Erreichbarkeit eines entfernten Computersystems.

Anmeldung

Authentifizierung eines Benutzers an einem Computersystem durch die Eingabe seines Benutzernamens und seines dazugehörigen Passworts.

Antivirenprogramm

Spezielles Programm, welches auf einem Computersystem Schadsoftware erkennen, blockieren oder beseitigen soll.
Grundlage eines Antivirenprogramms sind die Erkennungsmuster bekannter Schadsoftware, die so genannten Signaturen. Nur diejenigen Viren oder Würmer können hinreichend zuverlässig erkannt werden, deren Signaturen für das Antivirenprogramm verfügbar sind.
Zu beachten ist die Tatsache, dass kein Antivirenprogramm alle vorkommenden Formen von Schadsoftware zu erkennen in der Lage ist. Varianten, die nur in geringer Zahl auftreten oder gar nur für ein spezielles Computersystem angefertigt wurden, sind dem Programm meist nicht bekannt, da es für diese Variante(n) keine entsprechenden Signaturen gibt.
Ebenfalls ist die Manipulierbarkeit von Antivirenprogrammen zu erwähnen. Ist eine Schadsoftware erst einmal auf einem Computersystem aktiv, kann das Antivirenprogramm unter Umständen von dieser getäuscht oder selbst manipuliert werden. Darum ist die Verwendung einer solchen Software in der Regel nur dann sinnvoll, wenn sie nicht auf dem zu überprüfenden System selbst läuft.

Bekannte Hersteller von Antivirenprogrammen sind Symantec (Norton Antivirus), McAfee (McAfee Virusscan) und Sophos (Sophos Antivirus).

Antivirensoftware

Siehe Antivirenprogramm

Anwendung

Ein Anwendungsprogramm (oder kurz eine Anwendung) ist ein Computerprogramm, welches dem Benutzer eines Computersystems zur Arbeit zur Verfügung steht und bestimmte Funktionen bereitstellt.

Beispiele für Anwendungsprogramme sind der Browser, eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation oder ein Buchhaltungsprogramm. Eine Anwendung kann aber auch ein Computerspiel sein.

Aus dem englischen Wort "application" hat sich im Deutschen auch der Begriff "Applikation" eingebürgert. Die vermeintlich moderne Bezeichnung "App" für kleine Programme auf mobilen Computersystemen oder sogenannten Smart Phones ist also keineswegs eine neue Bezeichnung, sondern lediglich eine Abkürzung.

Anwendungsprogramm

Siehe Anwendung

Anwendungssoftware

Siehe Anwendung

AOL

AOLUS-Amerikanischer Internetanbieter, ehemals "America Online", dessen Deutsche Niederlassung "AOL" im Jahre 1995 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet wurde. Der durch seine spezielle Einwahlsoftware bekannt gewordene Onlinedienst hatte auf dem Höhepunkt in Deutschland rund 5 Millionen Nutzer.
Besonderes Kennzeichen eines AOL-Zugangs waren die AOL-CDs, die massenhaft verteilt wurden und die Zugangssoftware für Microsoft Windows enthielten.
Früher war diese Software die einzige Möglichkeit, die Dienste von AOL zu nutzen. Mittlerweile lässt AOL auch andere Einwahltechniken zu, so dass auch Benutzer anderer Betriebssysteme AOL nutzen können.
Mittlerweile hat die Bedeutung von AOL als Internetzugangsanbieter in Deutschland stark abgenommen.


Abbildung aus : Presseservice von AOL

Apple

Die Firma Apple wurde im Jahre 1976 von Steve Jobs und Steve Wozniak gegründet. Die erste "Fabrik", in der die Apple-1-Computer produziert wurden, war die Garage von Jobs' Eltern. Das Startkapital für die Firma war der Erlös aus dem Verkauf von Steve Jobs' VW-Bus und Wozniaks Taschenrechner.

Anfang 1977 wurde Apple dann in eine Gesellschaft umgewandelt und nach dem recht schwachen Geschäft mit den Apple-1-Computern folgte mit dem Apple-2 schließlich der Durchbruch. Bis 1985 verkaufte sich dieser rund 2 Millionen Male.

Mit dem Computermodell "Lisa" und dem darauf folgenden "Macintosh" führte Apple eine Neuerung in die Welt der Computer ein : die grafische Benutzeroberfläche. Zum ersten Male mussten die Benutzer von Computern nicht mehr kommandozeilenorientiert arbeiten. Gleichzeitig wurde auch die Maus als Arbeitsgerät eingeführt. Die meisten Funktionen, die heute von grafischen Oberflächen wie etwa Windows bekannt sind, wurden im Original von Apple erfunden oder lizensiert, so etwa der Doppelklick oder der Papierkorb.

Heute ist Apple vor allem für seine Rechnertypen iMac und iBook für den Privateinsatz sowie den PowerMac und das PowerBook für die professionelle Arbeit bekannt. Darüber hinaus entwickelte Apple den iPod als einen der erfolgreichsten MP3-Player, das Iphone als das bekannteste Smart Phone sowie das Ipad als mobilen Computer. Im Bereich der bezahlten Musikangebote im Internet besitzt Apple einen hohen Marktanteil durch seinen iTunes Music Store.

Arbeitsspeicher

Arbeitsspeicher Auch Hauptspeicher genannter Speicher eines Computers.

Der Arbeitsspeicher ist ein so genannter flüchtiger Speicher. Das bedeutet, dass die in ihm gespeicherten Daten verloren gehen, sobald die Stromversorgung des Speichers unterbrochen wird.

In der Anfangszeit der EDV besaßen die Computer noch keinen Arbeitsspeicher. Der Arbeitsspeicher mit einer vergleichbaren Funktion wie die heute eingesetzten Speichermodule kam erst Ende der 1970er Jahre auf, als man durch die Miniaturisierung der Elektronik hinreichend kleine Bauteile fertigen konnte. In den 1980er Jahren konnte der Speicherbau durch die sich immer weiter entwickelnde Integration von Schaltkreisen weiter perfektioniert werden.

Der 1982 erstmals angebotene Heimcomputer Commodore C64 verfügte über die damals revolutionäre Speichergröße von 64 Kilobyte. Anfang der 1990er Jahre lag die durchschnittliche Speichergröße für Personal Computer bei etwa 2 bis 4 Megabyte.

Heutige PCs werden mit durchgängig mit mindestens vier Gigabyte Arbeitsspeicher ausgeliefert, etwas teurere Modelle sogar mit sechs oder acht Gigabyte. Professionelle PCs für den Arbeitsbereich (z.B. in der Grafikentwicklung) besitzen bis zu zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher.

Authentifizierung

Der Vorgang des Nachweises der Identität einer Person oder eines Geräts durch ein zugangsgeschütztes System. Die Authentifizierung geht einher mit der Authentisierung des Benutzers, der sich beispielsweise durch Eingabe von Benutzername und Passwort am System anmeldet. Ein Beispiel für diese Authentifizierung ist etwas die Benutzung eines Geldautomaten mit EC-Karte und PIN.

Eine Authentifizierung kann auch mittels biometrischer Merkmale durchgeführt werden, z.B. anhand des Fingerabdrucks.
Siehe auch : Biometrie