Glossar
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Sasser

Einer der bekanntesten Würmer der letzten Jahre.

Sasser wurde zum ersten Male am 1. Mai 2004 in freier Wildbahn gefunden. Er nutzte eine Sicherheitslücke im Windows-Dienst LSASS aus, für die es jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Wochen eine entsprechende Sicherheitsaktualisierung von Microsoft gab. Ziel seines Angriffs waren alle Computer, die mit Windows 2000 und Windows XP betrieben werden, ungeschützt mit dem Internet in Verbindung standen und die entsprechende Aktualisierung nicht installiert haben.

Infiziert der Wurm ein System, kopiert er sich als "avserve.exe" in das Systemverzeichnis von Windows. Anschließend erzeugt er 128 zufällige IP-Adressen und versucht, zu diesen Computern eine Verbindung aufzubauen. Ist der Versuch erfolgreich, kopiert sich der Wurm auf das System. Eine spätere Variante von Sasser versuchte sogar 1024 Computer gleichzeitig zu erreichen. Eine Besonderheit war die Variante Sasser.E. Dieser Wurm versuchte nach einer erfolgreichen Infektion einen anderen Schädling, den Bagle-Wurm, vom System zu entfernen, sofern dieser vorhanden war.
Kurze Zeit nach der Infektion gab der Wurm einen Text aus, der den Anwender dazu aufforderte, die Sicherheitsaktualisierung von Microsoft zu installieren.

Sasser sorgte weltweit für Ausfälle in Computersystemen, da es teilweise zu einem Fehler im LSASS-Dienst kam, der den Computer automatisch neu starten lies und führte Windowsbenutzern recht drastisch vor Augen, wie wichtig die Sicherheitsaktualisierungen für das System sind.

Besondere Aufmerksamkeit erregte Sasser nochmals, als es gelang, den Urheber des Wurmes zu identifizieren. Da dieser in seinem Freundeskreis Einzelheiten über Sasser bekanntgab, verrieten Bekannte ihn an die Ermittlungsbehörden, um sich die Summe von 250.000 Dollar zu sichern, die Microsoft zur Ergreifung des Urhebers ausgesetzt hatte. Sasser hat schätzungsweise weltweit 2 Millionen Computer infiziert. Besonders Großunternehmen erlitten Produktionsausfälle, gingen jedoch in den meisten Fällen aus Sorge um Imageschäden nicht vor Gericht. Schließlich konnte eine Infektion durch Einspielen der Sicherheitsaktualisierungen verhindert werden und zeigte so die mangelhafte Arbeit vieler Systemadministratoren auf.

Der Urheber wurde schließlich zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt wurden.

Schnellstartleiste

Bezeichnung für das Feld in der unteren Leiste des Windows-Bildschirms neben der Start-Taste. Dort können von Anwendungsprogrammen automatisch oder vom Benutzer manuell Verweise auf Anwendungen hinterlegt und mit einem Einfachklick (statt des normalen Doppelklicks) gestartet werden.

Schnittstelle

Allgemein ist eine Schnittstelle die Berührungsfläche zwischen verschiedenen Systemen, über die Daten und Anweisungen ausgetauscht werden können.
Ebenso als Schnittstelle bezeichnet man die physische Verbindungsstelle eines Computers, in die ein entsprechendes Anschlusskabel gesteckt werden kann. Die Benutzeroberfläche eines Betriebssystemes beispielsweise dient als Schnittstelle zwischen dem Computer und dem Menschen.

SCR

Dateierweiterung, die unter Windows Betriebssystemen für Bildschirmschoner-Programme typisch ist.

In der Vergangenheit fanden sich Dateien mit der Erweiterung ".scr" in Anhängen von EMails. Dabei handelte es sich ausnahmslos um Schadprogramme.


Sektor

Ein Sektor ist ein Bereich auf einem Datenträger, bspw. einer Festplatte, welcher wie ein Kuchenstück spitz vom Rand zur Mitte des Datenträgers hin verläuft.

Server

Abgeleitet vom englischen "to serve" ("(be)dienen").

Meist sehr leistungsstarker Computer, der bestimmte Dienste zur Verfügung stellt. Sogenannte Clients (Anwender-Computer) können sich mit einem Server verbinden und dessen Ressourcen mitnutzen. Teilweise haben Server spezielle Aufgaben, z.B. Webserver oder Emailserver.
Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff Server jedoch auch eine Software, die dazu entwickelt wurde, bestimmte Aufgaben auszuführen bzw. Dienste zur Verfügung zu stellen. Die Software namens Apache ist beispielsweise ein Webserver.

Servicepack

Größere Sammlung von Programmaktualisierungen und Fehlerbereinigungen, die in unregelmäßigen Abständen von Softwareherstellern veröffentlicht werden. Der Name impliziert beim Anwender eine Aktualisierung des Systems, tatsächlich handelt es sich in den meisten Fällen einzig und allein um Fehlerbehebungen.

Am bekanntesten sind die Servicepacks, welche von der Firma Microsoft herausgegeben werden. Diese werden sowohl für das Windows Betriebssystem als auch beispielsweise für das Microsoft Office Paket angeboten. Für Windows 7 ist seit geraumer Zeit das Servicepack 1 erhältlich.

Servicepacks sollten vom Anwender grundsätzlich installiert werden, da sie unter anderem sicherheitsrelevante Veränderungen am System vornehmen.

Sicherheitsl?cke

Durch fehlerhafte Programmierung hervorgerufene Schwachstelle in einem Softwareprodukt, durch die ein Computerschädling oder ein Cracker bzw. Hacker in das System eindringen kann.

Die Anzahl der Fehler in einer Software steigt mit ihrem Umfang. Ziel ist eine Fehlerquote von 0, die praktisch jedoch aufgrund der Masse an Programmzeilen im Quelltext eines Softwareprodukts (noch) nicht zu erreichen ist.

Statistisch gesehen besitzt ein Softwareprodukt alle 1000 Programmzeilen einen Fehler.
Ein Beispiel : Windows Vista bestand aus rund 50 Millionen Programmzeilen.

Signatur

Synonym für "Unterschrift".
Mit der so genannten elektronischen Signatur soll die Integrität (Ursprünglichkeit) und die Authentizität (Echtheit) von übermittelten Daten sichergestellt werden.

Skript

Kleines, meist im Quelltext vorliegendes Programm, welches unter Anwendung einer so genannten Skriptsprache (Javascript, VBScript) entiwckelt wurde.
Skripte sind im Prinzip für kleinere Aufgaben gedacht, da die zugrundeligenden Skriptsprachen viele der grundlegenden Merkmale von "echten" Programmiersprachen nicht besitzen, sondern nur auf den Einsatz im kleinen Rahmen zugeschnitten sind. So können viele Skriptsprachen nicht auf die Festplatten oder andere Laufwerke zugreifen.
Skripte sind vor allem aus Webseiten bekannt, wo viele Funktionen in Javascript realisiert sein können. Die hinterlegten Programme bezeichnet man dann als Skripte.

Software

Gesamtheit der nicht fassbaren Komponenten eines Computersystems. Dazu gehört das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme.
Im Gegensatz dazu steht die Hardware.

Spam

Unerwünschte, massenhaft per EMail versendete Werbung. Da Spam heute einen Großteil des EMailverkehrs ausmacht, ist dieses Phänomen zu einem wirklichen Problem geworden. Einerseits müssen Anwender Zeit aufwenden, um den Spam von den wirklich wichtigen EMails zu trennen, andererseits belegen die massenhaft versendeten EMails Bandbreite, so dass andere Nutzdaten nicht oder nur langsamer gesendet werden können, was sich in höheren Kosten niederschlägt.

Viele EMailprogramme bieten bereits integrierte Funktionen an, die EMails automatisch sortieren. Diese Funkionen benötigen jedoch eine Lernphase, nach welcher sie recht zuverlässig werden.

Das Wort "Spam" geht auf einen Sketch der britischen Komikertruppe "Monty Python" zurück. In diesem wurde das Wort "Spam" (der Name eines Dosenfleischproduktes) mehr als 130 Male verwendet.

Spammer

Person, die entweder im eigenen Interesse oder gegen Bezahlung massenhaft Werbeemails versendet. Dabei benutzen diese Personen oftmals von Sicherheitslücken betroffene EMailserver (Computer, die EMailverkehr abwickeln) oder sogenannte Botnetze, also Gruppen von durch Schadsoftware infizierten Computern, die als "Sendestationen" für die EMails dienen, um deren wahren Ursprung zu verbergen.

Die aktivsten Spammer haben nachweislich bereits mehrere Hundertmillionen Emails versendet.

SQL

Abkürzung für "Structured Query Language", zu deutsch etwa "Strukturierte Abfragesprache".
SQL ist eine eigene Sprache, mit deren Hilfe Informationen aus Datenbanken bezogen, verändert oder in diese hineingeschrieben werden können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Abfragesprache. Dazu besitzt SQL verschiedene Befehle, mit denen sich selbst große Datenbanken relativ einfach abfragen lassen.

Beispiel: in einer Datenbanktabelle mit dem Namen "Kunden" sollen alle Personen gesucht werden, deren Nachname "Schmitz" ist. In der Tabelle selbst sind folgende Werte speicherbar:
Vorname, Nachname, Kundennummer.
Dann lautet der Befehl zum herausfinden der entsprechenden Kunden


SELECT * from KUNDEN where NACHNAME = 'schmitz';

Stapelverarbeitung

Die nacheinander erfolgende Abarbeitung von Anweisungen. Häufig findet sich der Begriff in Zusammenhang mit speziellen Dateitypen (BAT-Dateien), in denen Systembefehle nacheinander (als Befehlsstapel) eingetragen sind, die beim Ausführen der Datei abgearbeitet werden.

Startmen?

Die Menüleiste, die erscheint, wenn unter Microsoft Windows die "Start"-Taste am linken unteren Bildschirmrand gedrückt wird.

Startseite

Die erste Webseite, die automatisch geladen wird, wenn der Benutzer den Browser startet.

Statusleiste

StatusleisteIn manchen Anwendungsprogrammen diejenige Leiste am unteren Rand des Bildschirms.
Häufig werden vom jeweiligen Anwendungsprogramm wichtige Nachrichten in dieser Leiste ausgegeben, die den Benutzer über Erfolg oder Mißerfolg der letzten Aktion oder über den Stand einer gegenwärtig ausgeführten Funktionen unterrichten. Im Internet Explorer beispielsweise wird hier ein gelbes Dreieck mit einem Ausrufezeichen angezeigt, wenn die Verarbeitung einer Webseite, insbesondere von enthaltenen Javascripten, nicht fehlerfrei durchgeführt werden konnte.

Wichtig ist die Statusleiste in Browsern allgemein, da hier vorher gesehen werden kann, zu welchem Ziel ein Verweis auf einer Webseite führt. Leider ist diese Statusleiste relativ leicht zu beeinflussen. Aus diesem Grunde besitzen derartige Informationen nur geringen Wert.

Statuszeile

siehe Statusleiste

Stealthfunktion

Funktion von Personal Firewalls, die einen Computer in einem Netzwerk verstecken und so einem Angreifer suggerieren soll, dass das System nicht vorhanden ist.
Dieser vor allem werbetechnisch überdehnte Begriff entbehrt technisch gesehen jeglicher Grundlage, da ein Computer nur dann wirklich "versteckt" ist, wenn er nicht erreichbar, also vom Netzwerk getrennt ist.
Das "Verstecken" des Computers beruht auf der Tatsache, dass eingehende Anfragen auf blockierten Ports einfach verworfen werden, anstatt eine Antwort an den Aufrufer zu senden, dass das System die Verbindung ablehnt.
Durch das schlichtes Nichtantworten wird dem Aufrufer jedoch ebenso eine Antwort gegeben, nämlich dass das gerufene System vorhanden ist, aber sämtliche eingehenden Datenpakete verwirft.
Die korrekte Antwort auf ein nicht vorhandenes System käme eigentlich von der letzten Station im Netzwerk, die sich vor dem eigentlichen Computer befindet und würde lauten "Ziel nicht erreichbar".
Nur in diesem einen Falle ist ein Computersystem tatsächlich nicht vorhanden bzw. nicht erreichbar.

Suchmaschine

Im World Wide Web ein Angebot, mit dessen Hilfe Webseiten über die Eingabe von Suchbegriffen gefunden werden können.

Mehrere Arten von Suchmaschinen werden unterschieden. Zum einen sind dies die Websuchmaschinen, die einen bestimmten Bestand an indizierten Webseiten besitzen. Dazu betreiben die Suchmaschinen eigene Programme (so genannte Bots), die eigenständig Webseiten auf deren Inhalt hin analysieren und die Ergebnisse in durchsuchbaren Datenbanken speichern. Bekannt ist hier die Suchmaschine Google als absoluter Marktführer.

Die Metasuchmaschinen besitzen in der Regel keinen eigenen Datenbestand, sondern durchsuchen mehrere andere Suchmaschinen parallel. Bekanntestes Beispiel für diesen Typ Suchmaschine ist Metager.

Eine andere Form von Suchmaschinen sind die Kataloge. Hier werden die indizierten Webseiten nicht von einem Programm, sondern von Menschen analysiert und eingetragen. Dies hat zwar in der Regel einen kleineren Datenbestand zur Folge, der aber für gewöhnlich qualitativ bedeutend hochwertiger ist.

Sun Microsystems

Sun Microsystems Im Jahre 1982 von dem Deutschen Andreas von Bechtolsheim und den Amerikanern Bill Joy, Vinod Khosla und Scott McNealy gegründetes US-Amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien (USA). Die Deutsche Sun Microsystems GmbH wurde 1984 gegründet.

"SUN" leitet sich dabei nicht vom englischen Wort für "Sonne" ab, sondern ist eine Abkürzung für "Stanford University Network", einem Projekt zur Vernetzung von Bibliothekscomputern an der Stanford Universität. Sun Microsystems brachte eine ganze Reihe sehr bekannter Produkte auf den Markt, darunter vor allem das auf Servern häufig verwendete unixähnliche SunOS und die weithin bekannte Programmiersprache JAVA.

Im Jahre 1999 kaufte Sun Microsystems die deutsche Firma Star Division auf, von der das Office-Paket StarOffice stammt, dessen Quelltext Sun Microsystems der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Daraufhin begann die Weiterentwicklung des Office-Pakets nicht nur im Hause Sun, sondern auch im OpenOffice.org-Projekt, welches seitdem ein freies, kostenloses Office-Paket anbietet.

Sun stellt vor allem Hochleistungs-Systeme wie etwa Speichersysteme, Arbeitsplatzcomputer und Serversysteme für den Unternehmensbereich her. Im Softwarebereich bietet das Unternehmen eine breite Produktpalette an Entwicklungswerkzeugen für die Programmiersprache Java sowie das hauseigene Betriebssystem Solaris an, welches seit Juni 2005 der Öffentlichkeit als Open-Source-Betriebssystem zur Verfügung steht.

Im Jahre 2009 übernahm das amerikanische Unternehmen Oracle Sun Microsystems.


Verwendung des Logos mit freundlicher Genehmigung der Sun Microsystems GmbH

Symantec

US-Amerikanischer Softwarehersteller. Das Unternehmen wurde 1982 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Cupertino, Kalifornien (USA). Vor allem durch Übernahmen anderer Unternehmen konnte sich Symantec zu einem größten Hersteller von Softwareprodukten der Welt entwickeln.

Unter den aufgekauften Unternehmen befanden sich beispielsweise Norton Computing ("Norton Commander", Dateimanager), Powerquest ("Partition Magic", Programm zur dynamischen Unterteilung und Verwaltung von Festplatten) und Veritas (Software zur Speicherung von Sicherheitskopien). Bekannte Produkte von Symantec sind Norton Antivirus und Norton Internet Security.

Symantec erregte Aufsehen mit seinem Programm Norton Antivirus, da dieses als zuverlässig angepriesene Programm die Spionagesoftware der US-Bundespolizei FBI ("Magic Latern") und des US-Geheimdienstes CIA ("Oasis") ungehindert passieren ließ.

Systemregistrierung

Die Registrierung oder Systemregistrierung ist eine der wichtigsten Komponenten eines modernen Windows-Betriebssystems. Eingeführt wurde die Systemregistrierung mit Windows 95.

In der Registrierung, die eine Art Datenbank darstellt, werden Informationen zur installierten Hardware und Software gespeichert. Die Beschädigung der Registrierung kann zur Unbrauchbarkeit des Computers führen.

Systemsteuerung

Spezieller Bereich bei Windows Betriebssystemen, in welchem sich zentral Einstellungen am Computer vornehmen lassen, um das System den Wünschen des Benutzers anzupassen.
In der Systemsteuerung lässt sich beispielsweise die Bildschirmanzeige, die Maus sowie alle weiteren Geräte einstellen. Ebenso können hier wichtige Systemeinstellungen vorgenommen werden, welche über den Punkt "Computerverwaltung" erreichbar sind. Auch die Möglichkeit des Entfernens von installierter Software ist hier unter dem Punkt "Programme und Funktionen" zu finden.