Glossar
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Datei

Ein auf einem Datenträger gespeicherter Bestand inhaltlich und logisch zusammengehörender Daten.

Dateien werden auf Datenträgern (wie z.B. einer Festplatte) in gleichgroßen Blöcken gespeichert. Die Verwaltung dieser Dateien wie etwa die Regelung von Zugriffsberechtigungen übernimmt das so genannte Dateisystem des Betriebssystems.

Dateierweiterung

Ein Dateiname besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen Namen sowie einer Dateierweiterung.

Beispiel:

javascript.js
winword.exe
index.html
javaprogramm.class

Eine Dateierweiterung kann aus einem oder mehreren Buchstaben bestehen. Dabei identifiziert die Dateierweiterung die entsprechende Anwendung, zu der eine Datei gehört und mit welcher die betreffende Datei in der Regel geöffnet und/oder bearbeitet werden kann.

Beispielweise werde Dateien mit der Endung ".doc" bzw. ".docx" auf einem Windows-Betriebssystem stets standardmäßig der Anwendung Microsoft Word zugeordnet.

Im Gegensatz zu Windows spielen Dateierweiterungen auf anderen Betriebssystemen eine untergeordnete Rolle.

Dateisystem

System, welches auf einem Computersystem die Speicherung und Verwaltung von Dateien übernimmt. So greift das Betriebssystem über das Dateisystem auf eine Datei zu. Das Dateisystem abstrahiert dabei soweit, dass eine Datei über einen Namen angesprochen werden kann, anstatt diese durch Ansprechen der Koordinaten auf dem Datenträger aufrufen zu müssen.
Für unterschiedliche Datenträger gibt es verschiedene Dateisysteme. Ebenso wird von jedem Betriebssystem ein spezifisches Dateisystem als Standardsystem unterstützt, obwohl die verschiedenen Betriebssysteme in der Regel zumindest lesend auf mehrere Dateisysteme zugreifen können.
So heisst das Standarddateisystem unter Windows "NTFS" (New Technology File System).

Daten

In der EDV sind Daten die von Computern les- und bearbeitbaren Repräsentation von Informationen, die - nach strengen Regeln - in Form von festgelegten Zeichen kodiert sind.
Sobald zu vorgegebenen Daten ein Bezugskontext existiert, werden sie zu einer Information.

Beispiel:

"40723" kann alles Denkbare sein, z.B. eine Telefonnummer. Es handelt sich um Daten.

"40723 Hilden" wird als Postleitzahl erkennbar und damit zu einer Information.

Datenpaket

Bei der Übertragung von Daten über ein Netzwerk wird der zu übertragende Datenstrom stets in kleine, gleich große Pakete unterteilt.
Jedes dieser Pakete enthält neben den eigentlichen Nutzdaten ebenso die Adresse des sendenden sowie die des empfangenden Computers.

Datentr?ger

Im Prinzip jedes Medium, auf dem sich Computerdaten speichern lassen. Beispiele für Datenträger sind:
  • Festplatte (ca. 80 - 3000 Gigabyte)
  • DVD (4,7 Gigabyte und mehr)
  • CD (650 Megabyte bzw 700 Megabyte)
  • Diskette (1,44 Megabyte)
  • USB-Sticks (bis derzeit etwa 64 Gigabyte)
  • BlueRay Disc (bis zu 50 Gigabyte, im Labor bis 400 Gigabyte)
Daneben gibt es noch weitere Formen von Datenträgern, wie z.B. SD-Speicherkarten (z.B. für Digitalkameras).
Im weiteren Sinne ist ein Datenträger alles, worauf sich Informationen speichern lassen. So kann auch ein Blatt Papier ein Datenträger sein.

Desktop

Engl. "Schreibtischoberfläche".

Analogie, die in der Forschungsabteilung der Firma Xerox für ihre grafischen Benutzeroberflächen geprägt und von der Firma Apple erstmals für den Markt verfügbar gemacht wurde.

Dabei handelt es sich um diejenige Ebene auf einem Computerbildschirm, die der Benutzer sieht, wenn alle Programmfenster geschlossen sind. Auf diesem Desktop finden sich normalerweise Symbole (so genannte Icons), die jeweils für ein Programm oder eine Datei stehen.

Der Benutzer soll das Gefühl erhalten, alle Elemente des Systems (Symbole, Fenster etc.) so anordnen zu können wie er dies auf einer realen Schreibtischoberfläche tun könnte.

Heute nutzen fast alle Formen von grafischen Benutzeroberflächen die Schreibtisch-Metapher.

Dialer

Engl. "to dial = wählen".

Meist unerwünscht auf einem Computer installiertes Programm, über welches bei Verwendung einer Telefonwählverbindung die Kommunikation mit dem Internet abgewickelt wird.
Problematisch sind bei Dialern besonders die entstehenden Kosten für den Benutzer. Zwei Formen von Dialern sind dabei zu unterscheiden. Zum einen sind dies die registrierten Dialer, die ordnungsgemäß bei der Bundesnetzagentur (früher Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation RegTP) angemeldet sind. Diese Dialer sind legal. Entstandene Rechnungen können meist nicht angefochten werden.
Die nicht registrierten Dialer sind widerrechtlich verteilte Einwahlprogramme. Gegen die durch sie entstehenden Kosten kann in den meisten Fällen Widerspruch eingelegt werden.

Da es jedoch auch Dialer gibt, die von registrierten Anbietern verteilt, selbst jedoch nicht genehmigt sind, ergibt sich eine Grauzone, in welcher der Benutzer meist in die Beweispflicht gerät. Klassische Dialer können ausschließlich Telefonwählverbindungen nutzen. Eine DSL-Verbindung können Dialer nicht aufbauen, da es sich dabei nicht um eine Wählverbindung, sondern um eine Netzwerkverbindung handelt.

Dialog

Siehe Dialogfenster

Dialogfenster

Element einer grafischen Benutzeroberfläche.

In einem Dialogfenster wird stets mittels bestimmten Bedienelementen eine Aktion des Benutzers gefordert.

Diese Aktion kann in der Bestätigung einer unmittelbar darauf folgenden Funktion des Computers liegen (Löschen einer Datei bestätigen) oder im Quittieren einer erfolgten Aktion (Abschluss einer Installation).

Auch kann die Eingabe eines Wertes gefordert werden. Wenn beispielsweise eine Email nicht versandt werden kann, weil dem Emailprogramm das Kennwort des Emailservers nicht bekannt ist, fragt es den Benutzer in der Regel nach einem entsprechenden Passwort, welches in ein Dialogfenster einzutragen ist.

Dienst

1. Funktion eines Netzwerks bzw. des Internets.
Ein Dienst im Internet ist das Angebot eines bestimmten Leistungsmerkmals bzw. einer Funktion.
Bekannte Dienste des Internets sind das Versenden von Nachrichten (EMail), das Übertragen von HTML-Dokumenten (World Wide Web) oder auch das Übertragen von Dateien (FTP).

2. Zusatzfunktion des Betriebssystems
Ein Dienst fügt einem System zusätzliche Funktionalitäten hinzu. Zur Bereitstellung eines Dienstes werden spezielle Programme bereits beim Start des Computers mitgestartet, die dann die Funktion des jeweiligen Dienstes möglich machen.
So ist etwa das Programm "services.exe" verantwortlich für den Windows Nachrichtendienst, mit dem Nachrichten zwischen Computern in einem Netzwerk versendet werden können. Desweiteren existieren Dienste, welche Funktionalitäten für die Verbindung zum Internet bereitstellen.

Dienstprogramm

Ein Programm, welches meist mit dem Betriebssystem ausgeliefert wird und dem Benutzer systemnnahe Funktionen zur Verfügung stellt.

Dies können Programme sein, um Systemeinstellungen vorzunehmen, angeschlossene Geräte zu konfigurieren
oder Dateien zu kopieren, zu sichern oder wiederherzustellen.

Diskette

Mobiler Datenträger mit geringer Speicherkapazität, welcher heutzutage so gut wie keine Bedeutung mehr besitzt. Abgelöst wurde die Diskette vor allem durch die CD-ROM und andere mobile Datenträger wie USB-Sticks.

Die Diskette ist eine flexible Kunststoffscheibe in einem stärkeren Kunststoffgehäuse, die mit einer magnetisierbaren Oberfläche versehen ist.

Gängige Maße der Disketten waren 5,25 Zoll (ca. 13 cm) und 3,5 (ca. 9 cm) Zoll. Davor waren auch 8-Zoll-Disketten (ca. 20 cm) in Gebrauch.

Die Speicherkapazitäten lagen bei der 8-Zoll-Diskette bei 180 Kilobyte, bei der 5,25-Zoll-Diskette zwischen 360 Kilobyte und 1,2 Megabyte, bei der 3,5-Zoll-Diskette zwischen 720 Kilobyte und 1,44 Megabyte.

DNS

Abkürzung für "Domain Name System" bzw. "Domain Name Server".

Ein System, welches der Übersetzung von (für Menschen verständlichen) Internetadressen in (für Computer verarbeitbare) IP-Adressen dient.

Beispiel:
www.sides.de wird übersetzt in 81.169.145.164

Dokumentation

Geschriebene, in Papierform und/oder als Textdatei gelieferte Beschreibung der Funktionalitäten eines Hard- oder Softwareprodukts.

Domain

Die Domain (im Deutschen "Domäne" genannt) ist eine Bezeichnung, die einen bestimmten Bereich innerhalb einer als Baumstruktur gedachten Hierarchie beschreibt.

Als höchste Ebene dieser Hierarchie findet sich die Domain ".de" bzw. alle anderen Länderdomains nebst weiteren wie ".com", ".biz" oder ".info".
Diese Domains werden auch als Top-Level-Domains bezeichnet.

Die nächstniedrigere Ebene umfasst die Firmen-, Personen-, Funktions- und sonstigen Bezeichnungen.
Beispiel : sides.
Domains dieser zweiten Ebene werden Second-Level-Domains genannt und liegen alle innerhalb der zugehörigen Top-Level-Domain.

Darunter kann es noch eine Ebene so genannter Third-Level-Domains geben. Diese werden auch Subdomains genannt.
Ein Beispiel dafür ist "windowsupdate.microsoft.com".

Doppelklick

Ein von der Firma Apple erstmals eingeführter Vorgang auf einem Computersystem, bei dem der Benutzer in schneller Abfolge eine Maustaste zweimal drückt und wieder loslässt.

Unter Windows werden mit einem Doppelklick zum Beispiel Dateien geöffnet und Programme gestartet.

Download

Englischer Begriff für "Herunterladen"

Drucktaste

Drucktaste Element einer grafischen Benutzeroberfläche, die mit der Maus anklickbar ist und daraufhin eine Aktion des Computersystems startet.

Drucktasten (engl. "Buttons") finden sich nahezu in allen Anwendungsprogrammen auf einem Computersystem. Häufig wird auch der Begriff "Schaltfläche" verwendet.

DSL

Abkürzung für "Digital Subscriber Line".
Bezeichnung für verschiedene Technologien, um über die Kupferkabel der normalen Telefonleitung Daten mit hoher Geschwindigkeit zu übertragen.
Die heute im Verbraucherbereich übliche Technik ist ADSL (Asymmetrisches DSL). Dabei ist die Geschwindigkeit bzw. Datenrate beim so genannten Downstream (aus dem Interet herunterladen) größer als beim "Upstream" (in das Internet heraufladen).
Weitere gängige Techniken sind SDSL (Symmetrisches DSL mit gleich großem Up- und Downstream) sowie VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line).
Während die üblichen Downstream-Datenraten beim ADSL-Anschluss zwischen 1 und 32 Megabit pro Sekunde liegen, können bei VDSL bis zu 51 Megabit (ca. 6,4 Megabyte) erreicht werden.

DVD

Abkürzung für "Digital Versatile Disk".

Die DVD ist ein Speichermedium, welches äußerlich einer CD gleicht, jedoch über eine weit höhere Speicherkapazität verfügt, die normalerweise bei 4,7 Gigabyte liegt und somit etwa das 7-fache einer normalen CD beträgt.

Vor allem im Bereich der Videounterhaltung hat die DVD seit dem Jahre 2001 die klassische VHS-Videokassette abgelöst. Heute ist bei nahezu allen Händlern kein einziger Film mehr auf VHS-Videokassetten erhältlich. Doch auch die DVD wird durch das Aufkommen des datenintensiveren HD-TV von der BlueRay-Disc abgelöst, die eine wiederum höhere Speicherkapazität von 25 bzw. 50 GB.

Die höhere Speicherkapazität der DVD gegenüber der CD ergibt sich aus der Tatsache, dass die Strukturen, mit denen die Daten auf der Scheibe repräsentiert werden, bei einer DVD sehr viel kleiner und enger aneinandergereiht sind. Einige DVD-Formate besitzen auch zwei beschreibbare Schichten, die übereinander gelegt sind.